Biologische Spurenuntersuchung - ab 400,00 EUR

Forensische Untersuchung biologischer Spuren - sachlich, gezielt und nachvollziehbar für Sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erreichen unter: +49(0)1601527605; alle Preise
Wählen Sie diese Nummer und lassen sich kostenfrei durch den Dipl.-Ing.-Päd. Leutz beraten zum Lügendetektortest, zu Fragen auffälliger Spuren an Textielien und zur TRIAS- Methode.

Biologische Spuren können wichtige Hinweise auf einen Vorgang liefern. Entscheidend ist jedoch nicht allein, dass eine biologische Spur vorhanden ist, sondern welche Aussage sich aus ihr tatsächlich ableiten lässt.

Eine professionelle biologische Spurenuntersuchung beginnt deshalb nicht automatisch mit einer DNA-Analyse. Sie beginnt mit der sorgfältigen Sichtung und Beurteilung des vorhandenen Spurenträgers und mit der Frage: Welche konkrete Fragestellung soll durch die Untersuchung beantwortet werden?

Mein Schwerpunkt liegt auf der forensischen Untersuchung biologischer Spuren, insbesondere auf textilen Spurenträgern. Dabei verbinde ich kriminalistisches Denken mit praktischer Untersuchungserfahrung und einer systematischen Beurteilung des vorhandenen Materials.



Welche biologischen Spuren können untersucht werden?

Biologische Spuren können beispielsweise auf Kleidung, Unterwäsche, Bettwäsche oder anderen Gegenständen des täglichen Lebens vorhanden sein.

Je nach Beschaffenheit und Erhaltungszustand können unter anderem folgende Materialien von Bedeutung sein:

- Blutspuren
- mögliche Spuren von Körperflüssigkeiten
- zelluläres biologisches Material
- Haare und andere biologische Anhaftungen
- Mischspuren verschiedener biologischer Materialien

- Spermaspuren nachweisen!

- Vaginale Spuren nachweisen!

- Mischspuren aus Sperma- und Vaginalsekret nachweisen!

Dabei gilt: Nicht jede sichtbare Auffälligkeit ist automatisch eine biologische Spur. Ebenso lässt sich nicht jede biologische Spur mit derselben Methode untersuchen.

Deshalb steht am Anfang immer die fachgerechte Beurteilung des konkreten Spurenträgers.



Die Untersuchung beginnt mit der Spur

Ein vorhandener textiler Spurenträger wird zunächst systematisch und unter geeigneten forensischen Beleuchtungsbedingungen untersucht.

Dabei können auffällige Bereiche lokalisiert und markiert werden. Je nach Fragestellung und Beschaffenheit des Materials können geeignete Bereiche gezielt für eine weiterführende Untersuchung entnommen werden.

Der Grundsatz lautet dabei:

So viel Untersuchung wie erforderlich – so schonend wie möglich.

Die vorhandene Spur soll nicht unnötig zerstört werden, bevor entschieden wurde, welche weiteren Untersuchungen sinnvoll sind.


Forensische Beleuchtung

Bei der Untersuchung können spezielle forensische Beleuchtungsverfahren eingesetzt werden, um auffällige Bereiche eines Spurenträgers sichtbar beziehungsweise lokalisierbar zu machen.

Dabei werden unter geeigneten Bedingungen auftretende Lumineszenzen oder Fluoreszenzen beurteilt und entsprechende Bereiche für die weitere Untersuchung gekennzeichnet.

Wichtig ist dabei eine klare Unterscheidung:

Eine auffällige Reaktion unter forensischer Beleuchtung ist zunächst ein Untersuchungsbefund und noch kein endgültiger Nachweis einer bestimmten biologischen Substanz.

Deshalb folgen – abhängig von der konkreten Fragestellung – weitere Untersuchungen.


Biochemische Vortests

Nach der Lokalisierung und gezielten Entnahme auffälliger Spuren können geeignete biochemische Vortests eingesetzt werden.

Hierzu können beispielsweise Untersuchungen auf bestimmte charakteristische Bestandteile biologischer Spuren gehören.

Bei entsprechenden Fragestellungen können unter anderem Tests auf saure Phosphatase oder prostata-spezifische Antigene eine Rolle spielen.

Solche Vortests dienen dazu, die weitere Untersuchung gezielt auszurichten. Auch hier gilt: Ein Vortest ist nicht automatisch mit einer abschließenden Identifizierung oder Bewertung einer Spur gleichzusetzen.


Mikroskopische Untersuchung – wenn die Morphologie entscheidend ist

Einen besonderen Stellenwert besitzt die mikroskopisch-morphologische Untersuchung.

Mit Hilfe der Stereomikroskopie und der Lichtmikroskopie können vorhandene Strukturen und Zellen näher untersucht und hinsichtlich ihrer morphologischen Eigenschaften beurteilt werden.

Je nach Untersuchungsmaterial und Fragestellung können hierfür geeignete Färbe- und Untersuchungsverfahren eingesetzt werden.

Dabei geht es nicht darum, aus einer einzelnen Beobachtung eine möglichst spektakuläre Aussage abzuleiten. Entscheidend ist die Gesamtheit der festgestellten Befunde und ihre sachgerechte Einordnung in die konkrete Fragestellung.


Blutgruppenuntersuchung – wenn das Spurenmaterial dies zulässt

Unter geeigneten Voraussetzungen kann eine weiterführende Untersuchung vorhandener Blutmerkmale sinnvoll sein.

Dabei ist jedoch immer zu berücksichtigen, dass nicht jedes Spurenmaterial eine zuverlässige Bestimmung ermöglicht. Beschaffenheit, Alter, Erhaltungszustand und mögliche Verunreinigungen können die Untersuchung erheblich beeinflussen.

Wenn Vergleichsmaterial des Auftraggebers vorhanden ist, kann die Untersuchung beispielsweise dazu beitragen, festzustellen, ob bestimmte festgestellte Merkmale mit diesem Vergleichsmaterial vereinbar sind oder dagegen sprechen.

Auch hier gilt:

Eine forensische Untersuchung muss immer die konkrete Fragestellung beantworten – nicht lediglich irgendeinen Messwert produzieren.


Die Frage hinter der Spur

Hinter einer biologischen Spurenuntersuchung steht häufig eine sehr konkrete persönliche Frage.

Zum Beispiel:

Stammt eine auffällige Spur möglicherweise von einer anderen Person?

Oder:

Sind auf einem Kleidungsstück biologische Spuren vorhanden, die sich mit der bekannten Person nicht ohne Weiteres erklären lassen?

Gerade bei Untersuchungen von Textilien kann für den Auftraggeber die Frage relevant sein, ob Hinweise auf eine weitere beteiligte Person vorhanden sind.

Die Aufgabe der forensischen Untersuchung besteht jedoch nicht darin, eine gewünschte Vermutung zu bestätigen. Sie besteht darin, vorhandene Spuren objektiv zu untersuchen und anschließend zu beurteilen, welche Schlussfolgerungen aus den Befunden tatsächlich gezogen werden können.


Mischspuren – wenn mehrere Spurenleger möglich sind

Besondere Schwierigkeiten können entstehen, wenn biologisches Material mehrerer Personen miteinander vermischt ist.

Eine solche Mischspur darf nicht vorschnell einer bestimmten Person zugeordnet werden. Vielmehr muss zunächst untersucht werden, welche biologischen Merkmale tatsächlich vorhanden sind und ob sich daraus belastbare Aussagen ableiten lassen.

Deshalb ist auch hier die konkrete Fragestellung entscheidend.


Warum eine biologische Spurenuntersuchung nicht automatisch eine DNA-Analyse ist

Der Begriff DNA ist vielen Menschen inzwischen so vertraut, dass häufig angenommen wird, jede biologische Spur müsse zwangsläufig durch eine DNA-Analyse untersucht werden.

Das ist nicht richtig.

Eine biologische Spurenuntersuchung beginnt mit der Frage, welches Material vorhanden ist und welche Untersuchung geeignet ist, die konkrete Fragestellung zu beantworten.

Eine DNA-Analyse ist eine eigenständige molekulargenetische Spezialuntersuchung. Sie setzt geeignete Untersuchungsmöglichkeiten und entsprechendes Vergleichsmaterial voraus und gehört in die Hände entsprechend spezialisierter und ausgestatteter Fachlaboratorien.

Ich führe selbst keine molekulargenetischen DNA-Analysen durch und stelle dies auch nicht als eigene Laborleistung dar.

Das ist keine Einschränkung meiner Arbeit, sondern eine bewusste fachliche Abgrenzung:

Ich biete nur Untersuchungen an, die ich selbst fachlich verantworten und praktisch durchführen kann.


Was kann eine biologische Spurenuntersuchung aussagen?

Eine biologische Spur kann ein wichtiges forensisches Indiz sein. Sie kann bestimmte Annahmen unterstützen, andere ausschließen oder die weitere Untersuchung in eine bestimmte Richtung lenken.

Sie beantwortet jedoch nicht automatisch alle Fragen des zugrunde liegenden Lebenssachverhalts.

Eine Spur kann beispielsweise Hinweise darauf geben, dass biologisches Material einer weiteren Person vorhanden ist. Daraus lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres rekonstruieren, wann, wie oder unter welchen Umständen die Spur entstanden ist.

Deshalb werden Untersuchungsergebnisse immer im Zusammenhang mit der konkreten Fragestellung beurteilt.


Was eine solche Untersuchung nicht ist

Eine biologische Spurenuntersuchung ersetzt keine medizinische Diagnostik und stellt keinen pathologischen oder gynäkologischen Befund dar.

Ebenso wenig wird aus einem einzelnen Untersuchungsergebnis eine weitergehende Behauptung konstruiert, die durch die vorhandenen Befunde nicht getragen wird.

Forensische Arbeit bedeutet auch, die Grenzen der eigenen Aussagekraft zu kennen.


Für wen ist eine biologische Spurenuntersuchung sinnvoll?

Die Untersuchung kann insbesondere für Privatpersonen interessant sein, die eine konkrete biologische Spur auf einem Gegenstand oder Textil sachlich untersuchen lassen möchten.

Auch Unternehmen oder andere Auftraggeber können eine entsprechende Untersuchung in Auftrag geben, sofern eine konkrete forensische Fragestellung vorliegt.

Vor einer Untersuchung sollte möglichst geklärt werden:

- Welche Frage soll beantwortet werden?
- Welcher Spurenträger ist vorhanden?
- Wie wurde der Gegenstand bisher behandelt?
- Welche Untersuchungen sind tatsächlich sinnvoll?
- Welche Aussage kann nach der Untersuchung realistisch erwartet werden?


Wie läuft die Untersuchung ab?

1. Schilderung der Fragestellung

Sie erläutern mir den Sachverhalt und die konkrete Frage, die Sie beantwortet haben möchten.

2. Sichtung des Spurenträgers

Der vorhandene Gegenstand beziehungsweise textile Spurenträger wird zunächst systematisch beurteilt.

3. Forensische Lokalisierung

Auffällige Bereiche können unter geeigneten Beleuchtungsbedingungen lokalisiert und für die weitere Untersuchung gekennzeichnet werden.

4. Gezielte Untersuchung

Abhängig von Material und Fragestellung folgen geeignete Vortests sowie gegebenenfalls stereomikroskopische und lichtmikroskopische Untersuchungen.

5. Weiterführende Untersuchung

Wenn das vorhandene Material und die Fragestellung dies zulassen, können weitere Untersuchungen, beispielsweise hinsichtlich bestimmter Blutmerkmale, durchgeführt werden.

6. Fachliche Bewertung

Am Ende steht nicht einfach ein Laborwert, sondern die Frage, welche Aussage sich aus den gesamten erhobenen Befunden tatsächlich ableiten lässt.


Sachliche Untersuchung statt marktschreierischer Versprechen

Bei forensischen Untersuchungen geht es nicht darum, möglichst viele Verfahren aufzuzählen.

Es geht darum, das richtige Verfahren für die richtige Fragestellung einzusetzen.

Deshalb beschreibe ich auf dieser Website nur Untersuchungen und Leistungen, die ich selbst fachlich vertreten und praktisch durchführen kann.

Wo eine spezielle molekulargenetische oder andere weiterführende Laboruntersuchung erforderlich ist, gehört diese Aufgabe in die Hände entsprechend spezialisierter Fachstellen.

Seriöse forensische Arbeit bedeutet für mich: wissen, was man untersuchen kann – und ebenso wissen, wo die eigene fachliche Zuständigkeit endet.


Häufige Fragen

Kann eine biologische Spur einer bestimmten Person zugeordnet werden?

Das hängt von der Art der Spur, dem vorhandenen Vergleichsmaterial und der gewählten Untersuchungsmethode ab. Eine Zuordnung darf nur so weit gehen, wie sie durch die vorhandenen Befunde tatsächlich getragen wird.

Muss eine biologische Spur immer per DNA untersucht werden?

Nein. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von der konkreten Fragestellung und vom vorhandenen Material ab.

Kann festgestellt werden, ob eine fremde Person eine Spur hinterlassen hat?

Unter geeigneten Voraussetzungen können Untersuchungen Hinweise darauf liefern, ob festgestellte Merkmale mit vorhandenem Vergleichsmaterial vereinbar sind oder dagegen sprechen. Die konkrete Aussage hängt jedoch immer vom Untersuchungsmaterial und vom Untersuchungsergebnis ab.

Kann jede biologische Spur untersucht werden?

Nein. Alter, Erhaltungszustand, Material, Verunreinigungen und vorherige Behandlung des Spurenträgers können die Untersuchung erheblich beeinflussen.

Was sollte ich mit einem möglichen Spurenträger tun?

Mögliche Spurenträger sollten möglichst nicht gewaschen, gereinigt oder unnötig berührt werden. Vor einer weiteren Behandlung sollte zunächst geklärt werden, welche Untersuchung sinnvoll ist.

Was kostet eine biologische Spurenuntersuchung?

Die Kosten hängen von Spurenträger, Umfang der Untersuchung und konkreter Fragestellung ab. Nach einer ersten Besprechung kann der erforderliche Untersuchungsumfang und damit der zu erwartende Aufwand festgelegt werden. Eine seriöse und wissenschaftlich fundierte Befundung eines Spurenträgers unter Ihrer privaten und besonderen Fragestellung kostet in der Detektei und Forensik Leutz im kriminaltechnischen Labor der Firma ab: 400,00 EUR.


Ihre Fragestellung steht am Anfang

Sie müssen nicht selbst wissen, welche Untersuchung erforderlich ist.

Beschreiben Sie mir den Sachverhalt und zeigen Sie mir den vorhandenen Spurenträger. Gemeinsam klären wir, welche Untersuchung für Ihre konkrete Fragestellung sinnvoll und fachlich vertretbar ist.

Biologische Spuren erzählen keine fertige Geschichte. Sie liefern Befunde. Die Aufgabe der forensischen Untersuchung besteht darin, diese Befunde sorgfältig zu erkennen, zu untersuchen und ihre Aussagekraft sachlich zu beurteilen.



 

©Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.