Zielgerichtete Untersuchung von Spermaspuren auf textilen Oberflächen und anderen Spurenträgern

Biologische Spuren gezielt untersuchen - ab 400,00 EUR durch die Detektei und Forensik Leutz, tätig in Deutschland, Österreich und der Schweiz- zu Fragen auffälliger Spuren, Lügendetektortest und TRIAS- Methode rufen Sie kostenfrei den Dipl.-Ing.-Päd. Holger Leutz an. Telefon: +491601527605

Spermaspuren können auf unterschiedlichen Spurenträgern vorhanden sein. Besonders bei textilen Oberflächen ist eine gezielte und methodisch abgestufte Untersuchung sinnvoll, da sich biologische Spuren häufig nicht mit bloßem Auge zuordnen und erkennen lassen.

Unsere biologische Spurenuntersuchung beginnt deshalb nicht erst am Mikroskop. Auffällige Bereiche werden zunächst unter geeigneter forensischer Beleuchtung lokalisiert und anschließend markiert.

Und dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob sich in einem bestimmten Spurenbereich tatsächlich biologische Strukturen feststellen lassen, die eine weitere morphologische Untersuchung benötigen und rechtfertigen.

Forensisch kalibrierte Vortests 

Für die orientierende Untersuchung kommen geeignete forensisch kalibrierte Vortestverfahren zum Einsatz, die speziell auf die Untersuchung entsprechender Spuren auf textilen Oberflächen geeignet sind.

Diese Vortests dienen dabei der gezielten Orientierung, stellen jedoch nicht den Beweis dar. Hier wird verdeutlicht in der Reaktion, ob die saure Phosphatase und die prostataspezifischen Antikörper in hoher Konzentration vorhanden sind. Damit wird die anschließende mikroskopische Untersuchung unterstützt.

Ein Vortestergebnis wird dabei nicht mit einem mikrsokopischen Nachweis gleichgesetzt. Vielmehr folgt auf diese Arbeit die gezielte Aufbereitung und Aufarbeitung sowie die morphologische Untersuchung des ausgewählten Spurenmaterials.
 

Gezielte Aufarbeitung einzelner Spurenteile 

Auffällige Bereiche eines Spurenträgers können getrennt voneinander aufgearbeitet werden. Dies ermöglicht es, unterschiedlichste Bereiche eines Textils oder eines anderen Spurenträgers gesondert zu betrachten und miteinander zu vergleichen. Das zeichnet das Labor der Detektei und Forensik Leutz insbesondere aus: hier wird immer ganzheitlich gearbeitet, also der vollständige Spurenträger untersucht, nicht nur Teile einer Unterhose etc.

Die Aufarbeitung erfolgt mit dem Ziel, vorhandene biologische Strukturen für die weitere mikroskopische Untersuchung möglichst geeignet zu erhalten.

Dabei wird auch darauf geachtet, vorhandenes Spurenmaterial nicht unnötig vollständig zu verbrauchen. Ein Grundsatz in der modernen kriminaltechnischen Arbeit. Soweit die Beschaffenheit der Spur dies ermöglicht, kann Untersuchungsmaterial für eine mögliche spätere weiterführende oder vergleichende Untersuchung erhalten bleiben. Der Dipl.-Ing.-Päd. Holger Leutz gibt sich hier alle Mühe, manchmal jedoch klappt das nicht, wenn Spurenmaterial sehr wenig vorhanden ist. 

 

Untersuchung unter dem Stereo- und Lichtmikroskop

Die nun anschließende Untersuchung erfolgt unter verschiedenen mikroskopischen Bedingungen. Zunächst können die aufgearbeiteten Spurenteile unter dem Stereomikroskop betrachtet werden. Anschließend erfolgt

-soweit auf Grund des Befundes sinnvoll

-die weiterführende Untersuchung unter dem Lichtmikroskop.

Im Mittelpunkt steht dabei die morphologische Beurteilung der vorhandenen Strukturen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem möglichen Vorhandensein von Spermatozoen. Dabei kann zwischen unterschiedlich gut erhaltenen Strukturen unterschieden werden.

Bei vollständig erhaltenen Spermatozoen können beispielsweise

* der Spermienkopf;

* das Mittelstück und

* die Geißel 

morphologisch erkennbar sein. 

Bei älteren, oder veränderten Spuren können dagegen nur noch Teile des ursprünglichen Spermatozoons vorhanden sein, insbesondere können Spermienköpfe ohne Geißel auftreten.

Die mikroskopische Untersuchung berücksichtig deshalb nicht ausschließlich vollständig erhaltene Spermatozoen, sondern auch entsprechend veränderte oder unvollständige Strukturen.

Hämatoxylin- Eosin- Färbung

Für die weiterführenden morphologischen Untersuchungen können geeignete Färbemethoden eingesetzt werden.

Eine besondere Bedeutung hat hierbei die Hämatoxylin- Eosin- Färbung (HE Färbung).

Hämatoxylin ermöglicht in Verbindung mit einer geeigneten Beize (ich nehme Alaun) eine kontrastreiche blau bis blauviolette Darstellung bestimmter Zellstrukturen. Eosin ergänzt diese Darstellung durch die Anfärbung weiterer Zellbestandteile.

Bei geeigneter Präparation können dadurch auch Spermienstrukturen unter dem Lichtmikroskop deutlicher hervortreten.

Insbesondere der Spermienkopf kann sich durch HE deutlich blau bis blauviolett darstellen, zudem mit deutlichen Abflachungen zu den Polen hin. Hierzu existiert im Internet auch eine veröffentliche Doktorarbeit zum Thema (nicht von Holger Leutz).

Nun ist die Färbung dabei kein eigenständiger Beweis. Sie ist ein mikroskopisches Hilfsmittel zur besseren Darstellung und morphologischen Beurteilung vorhandener Strukturen.

Von der auffälligen Spur zum morphologischen Befund

Die Untersuchung erfolgt somit in mehreren aufeinander aufbauenden Schritten:

Forensische Beleuchtung - gezielte Spurenauswahl - Vortest - Aufarbeitung - Färbung - Stereomikroskopie - Lichtmikroskopie - morphologische Beurteilung 

Diese Vorgehensweise ermöglicht eine differenzierte Betrachtung des tatsächlichen vorhandenen Spurenmaterials. 

Dabei wird zwischen einem orientierenden Vortestergebnis und einem morphologischen mikroskopischen Befund unterschieden. 

Gerade diese Unterscheidung ist bei der Untersuchung biologischer Spuren von wesentlicher Bedeutung. 

Was kann eine Untersuchung von Spermaspuren ergeben? 

Eine gezielte biologische Spurenuntersuchung kann unter anderem klären, ob in einem ausgewählten Bereich eines Spurenträgers 

* auffällige biologische Spurenbereiche vorhanden sind, 

* ein entsprechender Vortest reagiert, 

* sich mikroskopisch erkennbare Zellstrukturen darstellen lassen, 

* vollstänig erhaltene Spermatozoen oder nur noch Teile davon vorhanden sind, 

* beispielsweise Spermienköpfe ohne erhaltene Geißel festgestellt werden können. 

Das Untersuchungsergebnis wird dabei anhand der tatsächlich festgestellten Befunde beurteilt.

 

Wissenschaftlich orientierte Untersuchung - nachvollziehbar und differenziert

Bei der Untersuchung biologischer Spuren geht es nicht darum, ein vorgegebenes Ergebnis zu bestätigen. Entscheiden ist viel mehr die systematische Untersuchung der vorhandenen Spur und die nachvollziehbare Beschreibung dessen, was sich tatsächlich feststellen lässt. 

Vortest, mikroskopische Untersuchung, Färbung und morphologische Beurteilung ergänzen sich dabei. 

Die Untersuchung kann damit eine fachliche Grundlage schaffen, um einen konkreten Spurenträger hinsichtlich vorhandener biologischer Spuren näher zu beurteilen. 

Biologische Spuren sind nicht immer mit bloßem Auge erkennbar. Eine gezielte Untersuchung kann sichtbar machen, was sich in einer auffälligen Spur tatsächlich befindet.

 

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